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Jubiläum der Ladenburger SV: Tanzen, Turnen und Tischtennis

veröffentlicht um 23.10.2014, 12:54 von Dirk Ziegelmeier   [ aktualisiert: 23.10.2014, 12:55 ]
Im Jahr des 150. Vereinsjubiläums präsentierte die Ladenburger Sportvereinigung einige Meilensteine. Als sportliche Höhepunkte werden sicherlich die im Juni organisierte Sportmeile und die große Sportschau, die am Samstag in der Lobdengauhalle stattfand, in Erinnerung bleiben.

In ihrer Begrüßung hob die LSV-Vorsitzende Petra Klodt das Gemeinschaftsgefühl und das Teamerlebnis hervor, das beim Sporttreiben gebildet wird. Die Möglichleiten bei der LSV seien hierfür vorhanden, denn mit zehn Abteilungen kann der Mehrspartenverein ein abwechslungsreiches Angebot anbieten. Und die jungen und älteren Vertreter dieser Abteilungen boten bei der LSV-Sportschau eine beeindruckende Präsentation. In der voll besetzten Halle applaudierten auch der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck, der Kreistagsabgeordnete Dr. Rainer Beedgen und der Bürgermeister der Stadt, Rainer Ziegler, der nach der Veranstaltung eine begeisternde Bilanz zog. "Die LSV trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, dass die Sportangebote in Ladenburg so vielseitig sind", sagte der Bürgermeister. Er hörte aber auch einige "Hilferufe" aus den Abteilungen, denn es wurde bei der Sportschau auch deutlich, dass die Hallenkapazitäten nicht ausreichen. Noch kann die Alte Martinsschule von einigen Abteilungen genutzt werden aber der Abriss der Halle des Rhein-Neckar-Kreises ist beschlossene Sache.

Die zahlenmäßig stärkste Abteilung im Großverein sind die Turner. Gleich mehrfach traten die Sportler auf und es wurde deutlich, dass sich die Turnabteilung Neuerungen nicht verschließt. Der Rhönradsport ist zwar eine der ältesten Turnsportarten in Deutschland, der in Ladenburg aber erst vor einigen Jahren eine Renaissance erlebte.

Unterstützt wurde der Aufbau von der Molitorstiftung, die einen Teil der Gerätschaften bezahlte. Der Stiftungsvorsitzende Werner Molitor freute sich über die positive Entwicklung der Unterabteilung. Auch die Turner waren gleich mehrfach im Einsatz. Die Turnkids mussten teilweise von ihren Mamas und Papas begleitet werden - sie hatten vor den vielen Zuschauern aber riesigen Spaß. Lampenfieber haben die Turner der Leistungsgruppe längst nicht mehr. Jedenfalls nicht bei einer Sportschau, bei der es nicht auf Nuancen bei der Ausführung der Übungen ankommt.

Zu der Turnabteilung zählen außerdem die Hip-Hop-Girls, die mit viel Freude Bewegung und Tanz verbinden. Freude an der schnellen Bewegung haben auch die Rope-Skipper, die bei der LSV einen sensationellen Zulauf haben. Es spricht für die Verantwortlichen, dass sie die Trends erkennen und Angebote für die bei der Jugend beliebten sportlichen Aktivitäten anbieten. Dazu zählt auch das Angebot "Drums Alive", das unterstreicht, dass sportliches Trommeln ganz schön anstrengend sein kann. "Ohne eine effektive und lebendige Jugendarbeit kann ein Verein nicht überleben", sagte Petra Klodt treffend fest.

Bei der LSV haben nicht zuletzt die Freunde der Ballsportarten ein breites Angebot. Bei den Volleyballern wurde bepritscht, gebaggert und geschmettert. Ballgefühl und Passsicherheit sollten die Basketballaktiven mitbringen. Bei der Präsentation war zu sehen, dass es viel Training bedarf, um den Ball in den Korb zu legen. Die Mini-Tiger der LSV-Handballer zeigten auf, dass sie mit Eifer bei der Sache waren und natürlich war es für die Nachwuchshandballer das Größte vor so vielen Zuschauern ein Tor zu erzielen.

Durch den Gewinn der Fußball-WM wurde auch in Ladenburg ein Fußballboom ausgelöst, vom dem nicht zuletzt die LSV-Fußballer profitierten. Beeindruckend war auch die Präsentation der Abteilung mit dem kleinsten Ball. Die Tischtennisspieler zeigten, dass der Umgang mit dem kleinen Zelluloidball artistische Züge hat.

Kein klassischer Hallensport ist Leichtathletik. Trotzdem fühlten sich die Athleten in der Lobdengauhalle wohl, wo sie Sprints, Staffelläufe und ein Zirkeltraining zeigten. Mit den Tempounterschieden beim Sport befasste sich die LSV-Tanzabteilung. Während beim Tai Chi Ruhe und Inspiration gefragt sind kommt es beim Volkstanz schon auf die Freude am Bewegungsausdruck an. Richtig sportlich geht es beim Capoeira zu, denn die brasilianische Kampfkunst erfordert Körperbeherrschung und einen durchtrainierten Körper. Beeindruckend war das Bild als sich alle Teilnehmer beim großen Finale präsentierten. "Ich bin stolz auf euren Einsatz", sagte Petra Klodt.


Quelle: Rhein-Neckar Zeitung